Begegnungen. Von Cranach bis Holbein - Kunstsammlungen Sachsen Anhalt
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Begegnungen. Von Cranach bis Holbein - Kunstsammlungen Sachsen Anhalt

Jeden Samstag findet 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt.


Im ersten Obergeschoss des Nordflügels der Moritzburg

entfaltet sich die Pracht der herausragenden Handzeichnungen aus der Graphischen Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau. In drei Themenbereichen – Porträt, Mythologie / Allegorie und Religion – sind einzigartige Feder- und Pinselzeichnungen u. a. von Albrecht Altdorfer, Lucas Cranach d. Ä., Albrecht Dürer, Urs Graf, Ambrosius Holbein und Tobias Stimmer zu erleben. Die Werke stammen aus zwei Klebebänden, die 1748 durch Erbfolge zunächst an das anhaltisch-bernburgische Fürstenhaus und 1877 an den Herzog von Anhalt-Dessau gingen. 1914 erstmals von Max Jakob Friedländer publiziert, konnten sie 2011 nach neuesten wissenschaftlichen Methoden analysiert und in einem opulenten Bestandsverzeichnis neuerlich publiziert werden.


Im Zentrum des Ausstellungsraumes werden unter dem Titel Vom Himmel in die Hölle. Reformation im Bild der Öffentlichkeit bislang unbekannte Tafelgemälde aus der Gemäldesammlung des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) gezeigt, die dank der Unterstützung der Freunde und Förderer des Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale) e. V. und der Hochschule für Bildende Künste, Dresden, in den vergangenen Jahren kunsttechnologisch untersucht und aufwändig restauriert werden konnten. Erstmals können nun die Epitaphien der Familie von Schönfeldt sowie das Fragment einer Kreuzigungsszene aus Löbnitz bei Delitzsch präsentiert werden. Sie sind unmittelbare Zeugnisse der sich im Zuge der Reformation wandelnden Bildsprache und stammen aus der Wittenberger Werkstatt Lucas Cranachs d. J. bzw. aus deren Umkreis. Ergänzt wird die Präsentation durch drei Holztafeln aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert und der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts von niederländischen Meistern.


Im Kontext der konfessionellen Auseinandersetzung zwischen Protestanten und Katholiken kommt dem Flugblatt eine herausragende kommunikative Funktion bei. Das Kunstmuseum Moritzburg Halle (Saale) verfügt mit mehr als 1 000 teilweise sehr seltenen Blättern des 15. bis 19. Jahrhunderts über die wertvollste Flugblattsammlung in Sachsen-Anhalt. Bedeutende Einzelblätter dieses Konvoluts runden die Ausstellung am Ausgang des 500-jährigen Reformationsjubiläums 2017 ab während eine Präsentation von kunsthandwerklichen Objekten und Medaillen, herausragende Preziosen der Renaissance-Zeit, den Besucher im Foyer in die Ausstellung einführen.


Die Häuser:


Der Aufbau der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau erfolgte ab 1927 im damaligen Freistaat Anhalt parallel zur nationalen Etablierung des bereits 1885 gegründeten Städtischen Museums für Kunst und Kunstgewerbe im nahe gelegenen Halle (Saale) in der Preußischen Provinz Sachsen, des heutigen Kunstmuseums Moritzburg Halle (Saale). In der Weimarer Republik gehörten beide Museen mit ihren unterschiedlichen Sammlungen zu den bedeutenden Ausstellungshäusern Deutschlands. Während der Schwerpunkt der halleschen Bestände in der Moderne des ausgehenden 19. und frühen 20. Jahrhunderts liegt, verfügt die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau über eine hochkarätige Sammlung Alter Meister vom 15. bis ins frühe 19. Jahrhundert. Beide Sammlungen sind in ihrer Zusammensetzung und Qualität jeweils einzigartig in Sachsen-Anhalt und vermögen, sich nach dem Vorbild Galerie Alter Meister und Galerie Neuer Meister gegenseitig zu ergänzen und zu bereichern.

 

Adresse:
Friedemann-Bach-Platz 5, 06108 Halle
Nächster Termin:
25.11.2017, 10.00 Uhr
 
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06108 Halle (Saale)

Tel.: 0345 1229984

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