Gott des Gemetzels
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Gott des Gemetzels

Yasmina Rezas erfolgreichstes Theaterstück *Gott des Gemetzels*, das im Jahr 2011 mit einem Aufgebot an Hollywoodschauspielern verfilmt wurde, beschreibt etwas in hohem Maße Politisches: Ist der Mensch kultiviert genug, um Streitereien mit Nachsicht und Bedacht zu lösen? Gelingt es ihm, die eigenen Affekte in den Ritzen der Diplomatie zu verstauen, um im Sinne des friedlichen Miteinanders zu entscheiden?


Vor dieser Herausforderung stehen eines Tages zwei Elternpaare des gehobenen Bürgertums: Vermögensberaterin, Rechtsanwalt, Schriftstellerin und Großhändler treffen sich zu einem Gespräch, weil ihre Kinder mit Stöcken aufeinander eingeschlagen haben sollen. (Denn anders als in der Tragödie sind hier nicht einmal mehr die Kinder unschuldig.) Zunächst glaubt man, die Angelegenheit mit einem jovialen Lächeln auf sich beruhen lassen zu können. Aber selbstgefälliger Smalltalk und süffisante Schmeicheleien geben bald nach wie ein morscher Boden. Die Beteiligten manövrieren sich zusehends in die eigene Unmündigkeit. Zwischen Whiskey, toten Hamstern und vollgekotzten Bildbänden verraten sich die Ehepartner für eine gute Pointe, verbünden sich die Geschlechter für eine entlastende Plattitüde. Die Falle der persönlichen Überreizungen schnappt gnadenlos zu. Daraus befreien kann man sich vielleicht noch mit einer kubanischen Zigarre oder einem beherzten Sprung in die Blumenvase.


Yasmina Reza, Meisterin der theatralen Streitkultur, hat mit *Gott des Gemetzels* ein komödiantisches Meisterwerk menschlicher Entfesselung entworfen, in dem wir uns alle lachend wiedererkennen können. Eine Zimmerschlacht für vier Schauspieler und ein Publikum.


 

Adresse:
Große Ulrichstraße 51, 06110 Halle
Nächster Termin:
20.12.2017, 20.00 Uhr
 
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