Alexander von Humboldt als öffentlicher Intellektueller
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Alexander von Humboldt als öffentlicher Intellektueller

Alexander von Humboldt war nicht nur Naturforscher und Reiseschriftsteller, sondern auch ein politischer Autor. Auf der Grundlage seiner Sämtlichen Schriften, die 2019 erstmals gesammelt herausgegeben wurden, können wir eine Agenda nachvollziehen, die er über sieben Jahrzehnte beständig verfolgte.


Seine Aufsätze und Artikel, Memoranden und offene Briefe, die er vom Jahr der Revolution (1789) bis ins Jahr seines Todes (1859) international in Zeitungen und Zeitschriften publizierte, zeigen, wie er sich als versierter Publizist und öffentlicher Intellektueller einsetzte: gegen Kolonialismus und Sklaverei, zur Verteidigung der Ureinwohner und für die Emanzipation der Juden, im Wahlkampf um die Präsidentschaft in den USA, für eine transatlantische Partnerschaft und für einen freien Welthandel, für den Schutz der Arbeiter, für die Förderung junger Wissenschaftler und für eine Demokratisierung des Wissens.


Sie lassen aber auch die Grenzen seines Engagements und die Kompromisse erkennen, die er mit autoritären Regierungen einging – insbesondere mit dem Zaren im Zusammenhang seiner Expedition durch Russland und Sibirien im Jahr 1829. In beiden Hinsichten, in seiner Kritik wie in seinen Zugeständnissen, sind Humboldts Zeugnisse von großer Aktualität.


Oliver Lubrich ist Professor für Komparatistik an der Universität Bern. Er ist Herausgeber der Sämtlichen Schriften sowie des Graphischen Gesamtwerks und des Zeichnerischen Werkes Alexander von Humboldts. Der Vortrag wird zahlreiche Text- und Bildzeugnisse als Originalmaterial präsentieren.

Adresse:
Jägerberg 1, 06108 Halle
Nächster Termin:
07.04.2020, 18.00 Uhr
 
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