Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe

Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe

Ich bin nun die Ursache davon, daß er uns heimlich verlassen hat, über Nacht, unangekündigt, ohne Abschied oder Erlaubnis. Der Staat ist ohne Minister, der Hof ohne Spielmeister, das Theater ohne Direktor, das Land ohne seinen großen Mann …

Diese Worte sind der Kern der Verteidigungsrede Charlottes, mit der sie die Behauptung widerlegt, dass sie an der Flucht Goethes nach Italien im Jahre 1786 die Hauptschuld trüge. Im Verlauf der fünf Akte entwirft die Hofdame ein amüsantes und launiges Bild ihrer zehnjährigen Beziehung zu Goethe. Die Anwesenheit ihres Gatten, des herzoglichen Stallmeisters Josias von Stein, in Form einer ausgestopften Puppe (gemäß Regieanweisung des Autors), verleiht ihren Schilderungen besonders komischen Reiz.

Uraufgeführt wurde dieses zu den erfolgreichsten deutschen Bühnenstücken des 20. Jahrhunderts gehörende Schauspiel am 20. März 1976 am Staatstheater in Dresden. Sowohl das Publikum als auch die Kritik reagierten überschwänglich. In dieser Inszenierung von Klaus Dieter Kirst mit der Schauspielerin Traute Richter erlebte das Stück am 13. Mai 1982 seine Lauchstädter Erstaufführung.

Adresse:
Parkstraße 18, 06246 Bad Lauchstädt
Nächster Termin:
06.06.2022, 15.00 Uhr
 
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