Rigoletto

Rigoletto

In Verdis Oper geht es um grundlegende menschliche Bedürfnisse: ein Vater will seine Tochter um jeden Preis beschützen, eine junge Frau will sich verlieben und herausfinden, wer sie ist. Doch die Verwirklichung ihrer berechtigten Wünsche läuft aus dem Ruder. Die handelnden Personen stolpern von einer widersprüchlichen Situation in die nächste, ihre Handlungen wenden sich gegen sie, Verdis mitreißende Musik stürzt sie in einen Taumel, sie verlieren den Boden unter den Füßen, die Orientierung – die Welt gerät aus den Fugen. Ein Albtraum.


Ein zentrales Motiv ist der Blick. Überall wird spioniert, geglotzt, beneidet, vom Exhibitionismus der Hofgesellschaft am Anfang bis zu Gildas erzwungener Rolle als Voyeuristin einer Peepshow am Schluss. Zu Beginn sehen wir den korrupten Hof mit Rigolettos Augen: obszöner Luxus, Verlogenheit, Speichelleckerei. Zum Revolutionär wird der verwachsene Außenseiter trotzdem nicht. Er spielt sich als Kritiker auf, doch im Grunde ist er der nützliche Idiot der Machtmaschinerie. Warum gelingt es ihm, dem Intelligentesten von allen, nicht, sich richtig einzuschätzen? Warum bleibt er blind? Damit wir sich unsere Inszenierung beschäftigen.


Gilda ist der Gegenpol: Eine innerlich reiche Frau, die fähig ist, sich in erdrückender Enge eine eigene Welt zu erschaffen und dem abgebrühten Frauenfeind mit Liebe zu begegnen, aber keine Antworten auf ihre Fragen erhält. Es ist mir wichtig, die junge Frau nicht als Spielball höherer Mächte zu zeigen, sondern als Mensch mit eigenwilliger Fantasie, Sexualität, Witz und großer Widerstandskraft.

Adresse:
Universitätsring 24, 06108 Halle
Nächster Termin:
20.05.2022, 19.30 Uhr
 
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